
EN 13726 — Prüfverfahren für Wundauflagen
EN 13726 legt standardisierte Laborprüfverfahren fest, mit denen wichtige funktionelle Eigenschaften von Wundauflagen bewertet werden, dazu gehören Aspekte wie Absorptionsvermögen, Wasserdampf-Durchlässigkeit, Wasserdichtigkeit und Dehnbarkeit. Die aktuelle Ausgabe fasst die früheren Teilschriften zusammen und bietet ein einheitliches Prüfregelwerk für Hersteller, Prüfstellen und Forschung.
Haupt-Testmethoden in EN 13726
Die Norm beschreibt Prüfaufbauten, Probenvorbereitung, Prüfbedingungen und Auswerteverfahren, damit Messergebnisse zwischen Laboren vergleichbar und reproduzierbar sind. Die 2023er/2024er Fassung ersetzt die früheren Teile EN 13726-1 bis EN 13726-4 und integriert erläuternde Anhänge zur Methodik.
Zweck und Geltungsbereich
EN 13726 dient dazu, physikalische Eigenschaften von primären Wundauflagen zu prüfen, wenn entsprechende Leistungsangaben gemacht werden. Die Ergebnisse unterstützen Materialauswahl, Produktentwicklung und Konformitätsbewertungen für nicht aktive Wundverbände und verwandte Produkte.
Prüfaspekte und Messmethoden
Die Norm enthält Methoden zur Bestimmung von Absorptionsverhalten und Flüssigkeitsaufnahme, zur Messung der Wasserdampf-Durchlässigkeit (WVTR) bei permeablen Folien, zu Prüfungen der Wasserdichtigkeit sowie zur Bestimmung der Dehnbarkeit und Formbarkeit der Materialien. Viele Tests sind in vitro Versuche mit definierten Prüfflüssigkeiten, Temperatur- und Feuchtebedingungen, und sie liefern Kennwerte wie Absorptionskapazität, Retentionsvermögen, WVTR, und Druck oder Zeit bis zum Durchbruch bei Wasserdichtigkeitstests.
Anwendungsbereiche der EN 13726
Die EN 13726-Norm ist in vielen Bereichen wichtig, darunter:
Absorption und Flüssigkeitsmanagement
Tests zur Absorption und zum Flüssigkeitsretentionsverhalten zeigen, wie viel Wundexsudat eine Auflage aufnehmen und zurückhalten kann. Diese Kenngrößen sind wichtig, um die Eignung für unterschiedliche Wundtypen und Exsudatraten zu beurteilen.
Wasserdichtigkeit und Patientenschutz
Wasserdichtigkeitstests prüfen, ob eine Auflage gegen Eindringen von Wasser oder Blut beständig ist und so einen äußeren Schutz bietet. Solche Prüfungen sind relevant, wenn Produkte mit der Eigenschaft „wasserfest“ oder „barrierebildend“ beworben werden
Materialentwicklung, Prüflabor und Qualitätssicherung
Hersteller, Prüfstellen und Forschungseinrichtungen nutzen EN 13726 für die Produktentwicklung, für Chargenprüfungen und für Vergleichstests. Die standardisierten Methoden helfen, Rezepturänderungen, Schichtaufbauten oder Prozessvariationen hinsichtlich Wirkung und Stabilität systematisch zu bewerten. 
Maschinen, die EN 13726-konform sind
Hier sind Maschinen, die für die Prüfung nach EN 13726 geeignet sind:
- Das klassische Verfahren - mit dem GraviTest werden Messungen nach dem gravimetrischen Prinzip zum Kinderspiel. Einfache Probenvorbereitung, benutzerfreundliche PC-Software und völlige Automatisierung des Messvorganges ermöglichen
- Gleiches Gerät wie GINTRONIC GraviTest 6300/6400, aber für Proben mit einer maximalen Dicke von 50mm. Dank der enormen Maximallast der Waage von 420g, werden auch Messungen von dicken Beton- oder Marmorproben möglich.
- Gleiches Gerät wie GINTRONIC GraviTest 6300/6400 aber mit 10 Probenplätzen mit 30cm2 / 28,3 cm2. Konform zu ASTM E96, JIS L1099 A1+A2 und viele andere.
- Gleiches Gerät wie GraviTest 6300/6400 aber mit einer 0,01 mg-Waage. Diese Ausführung kann Wasserdampfdurchlässigkeitsmessungen (WVTR) von Materialien mit niedrigen Wasserdampfdurchlässigkeiten (u.a. "Dampfbremsen/-sperren" und Verpackungsfolien) 2-3 mal schneller als das Standard-GraviTest durchführen.
- Das klassische Verfahren - mit dem GraviTest werden Messungen nach dem gravimetrischen Prinzip zum Kinderspiel. Einfache Probenvorbereitung, benutzerfreundliche PC-Software und völlige Automatisierung des Messvorganges ermöglichen

