DIN EN ISO 7783 — Bestimmung der Wasserdampf­durchlässigkeit von Beschichtungen

 

DIN EN ISO 7783 beschreibt ein Prüfverfahren zur Bestimmung der Wasserdampf-Durchlässigkeit bzw. des Wasserdampf-Diffusionsstroms von Beschichtungsstoffen, Lacken und verwandten Produkten. Die Norm ergänzt ISO 12572 und legt praxisnahe Prüfbedingungen sowie Auswerteverfahren fest, damit Messergebnisse vergleichbar und reproduzierbar sind. 

Kurzüberblick

Die Norm definiert Begriffe, das Prüfaufbau- und Messprinzip, Probenvorbereitung, Prüfbedingungen und die Berechnung des Wasserdampf-Diffusionsstromes. Es gibt Varianten wie die wet-cup und dry-cup Methode, je nach Feuchte-Differenz zwischen den Probenseiten. 

Zweck & Geltungsbereich

Zweck ist die zuverlässige Bestimmung der Wasserdampf-Durchlässigkeit von selbsttragenden und nicht selbsttragenden Beschichtungen. Die Ergebnisse dienen Materialauswahl, Qualitätskontrolle und zur Ergänzung von Prüfverfahren aus ISO 12572. Die Norm ist besonders relevant für Beschichtungen in Bau- und Industriematerialien. 

Messprinzip

Das Verfahren arbeitet mit Permeabilitäts-Bechern (cup-method). Eine Probe dichtet einen Becher ab, der entweder ein gesättigtes Salz-/Feuchtmittelsystem (wet-cup) oder einen Trockenmittel (dry-cup) enthält. Durch Wiegen des Prüfaufbaus über Zeitintervalle wird die Massenänderung bestimmt. Aus Masse, Prüffläche und Zeit wird der Wasserdampf-Diffusionsstrom und gegebenenfalls der sd-Wert bzw. die μ-Faktoren berechnet. 

 

Anwendungsbereiche von DIN EN ISO 7783

DIN EN ISO 7783-zertifizierte Maschinen

Hier sind vier Maschinen, die DIN EN ISO 7783 erfüllen: